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Deutsches Notstandsgesetz

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Deutsches Notstandsgesetz Artikel

Die Notstandsgesetze wurden am 30.05 1968, in der Zeit der Großen Koalition, vom Bundestag gegen den Widerstand der außerparlamentarischen Opposition verabschiedet. Sie änderten das Grundgesetz zu dem 17. Mal und sollten die Grundlage für die Handlungsfähigkeit des Staates in Krisensituationen (Notstandsverfassung) schaffen.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Eine Einführung Sehr gute Einführung Für einen ersten Überblick über die BRD ist das Buch toll. Beyme schreibt verständlich und klar. Das Buch wird besonders durch die Einbindung in den historischen Kontext (Gründung BRD und Umbruch DDR) interessant. Die späteren Kapitel sind nicht so mitreißend aber leider auch wichtig ;).

Entstehung

Die Notstandsgesetze waren nachdem Zweiten Weltkrieg eine Bedingung der Alliierten vor der Übergabe der vollständigen Souveränität, da sie ihre in Deutschland stationierten Truppen geschützt wissen wollten. Ursprünglich enthielt das Grundgesetz auf Grund der schlechten Erfahrungen mit Artikel 48 Weimarer Verfassung keine Regelungen für Krisensituation wie einen Angriff oder einen Putschversuch. 1955 wurde mit der Wehrverfassung der Schutz gegen einen Angriff ermöglicht. Die ersten Pläne für Notstandsgesetze wurden bereits 1958 vom Bundesinnenministerium vorgelegt, weitere gab es 1960 und 1963. Diese Entwürfe sahen eine Ausweitung der Macht der Exekutive vor und fanden nicht die notwendige Mehrheit. Die Große Koalition verfügte über die notwendige Zweidrittelmehrheit und sah die Schaffung der Notstandsgesetze als wichtige Regelung an. Ein wichtigeAbsicht war es, einen Missbrauch der Regelungen, wie es in der Weimarer Republik mit den Notverordnungen geschehen war, zu verhindern. Vor der Abstimmung gab es heftige Auseinandersetzungen mit den Gegnern der Gesetze, vor allem der FDP, Studentengruppen, dem Kuratorium "Notstand der Demokratie " und Gewerkschaften. Am 27.05 1968 erklärten die Westmächte bei einer Verabschiedung der Notstandsgesetze auf ihr Vorbehaltsrechte zu verzichten. Bei der Abstimmung in dem Bundestag am 30. Mai votierten neben den Abgeordneten der FDP, als einzige Partei die sich geschlossen gegen die Grundrechtseinschränkungen wandte, auch 54 Abgeordnete der Großen Koalition gegen die Gesetze. Mit den Notstandsgesetzen, die am 28.06 1968 in Kraft traten endeten die Sonderrechte der Westmächte aus dem Deutschlandvertrag.

Buch-Tipp: Das rheinische Grundgesetz. Et es wie't es und et kütt wie't kütt (KiWi Köln) Dieses Buch trifft den Kölner Bürger absolut Da ich selbst in Köln geboren bin und daher also ein waschechte Rheinländerin sozusagen, kann ich, glaube ich dieses Buch ganz gut beurteilen. Ich konnte mich vor lauter Lachen nicht mehr halten und war daher so gefesselt, daß es nicht lange dauerte und ich war am Ende des Buches angekommen. Herr...

Inhalt

Buch-Tipp: Die Abwehr terroristischer Anschläge und das Grundgesetz Bundeswehr, innere Sicherheit und die Verfassung (Art. 35 GG) In seinem Werk greift Wiefelspütz die aktuelle Diskussion auf, die Bundeswehr vor allem zur Terrorabwehr auch in dem Bereich der inneren Sicherheit einzusetzen, also in einem Feld, das "klassisch" Polizeiaufgabe ist. Tenor des Buchs ist eine dezidierte verfassungsrechtliche Analyse insbesondere...

Auch um die Kritiker zu besänftigen wurde in Artikel 20 GG ein vierter Absatz eingefügt, der als Ultima Ratio, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist, der Bevölkerung das Recht gibt, gegen jeden, der es unternimmt, diese (verfassungsmäßige) Ordnung zu beseitigen Widerstand zu leisten. Da dieser Absatz ein Teil des Artikel 20 ist, ist eine Änderung dieses Grundsatzes nach Artikel 79 Absatz 3 GG unzulässig.

Buch-Tipp: Grundgesetz / GG. Was sollte ein guter Deutscher stets unter dem Arm tragen ? Richtig, ein Grundgesetz. Dieser Ansicht war immerhin Thoedor Heuss, der erste Bundespräsident der Bundesrepublik. Ich bin der Ansicht, daß ein Grundgesetz immerhin in keinem deutschen Haushalt fehlen sollte. Ich jedenfalls habe in meines schon relativ häufig einen Blick geworfen....

Verteidigungsfall, Spannungsfall, innerer Notstand , Katastrophenfall

Das Gesetz enthielt Regelungen für den Verteidigungsfall, den Spannungsfall, den inneren Notstand und den Katastrophenfall . In diesen Fällen können die Grundrechte eingeschränkt werden.

Buch-Tipp: Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (Beck Textausgaben) Ausgezeichnet für Klausuren Dieses GG eignet sich gut für Klausuren. Es ist grds. zugelassenes Klausurhilfsmittel. Der Vorteil an diesem GG ist, daß es über viele Fußnoten verfügt, die einen schnelleren Überblick verschaffen - und, falls das Gedächtnis mal nicht ganz so mit macht wie es sollte, den ein oder anderen Paragraphen-Verweis selbst...

Notstandsgesetzgebung

Falls in dem Verteidigungsfall der Bundestag nicht zusammentreten kann, wird seine Funktion und die Funktion des Bundesrates vom Gemeinsamen Ausschuss übernommen. Der Gemeinsame Ausschuss besteht zu zwei Dritteln aus Mitgliedern des Bundestages und zu einem Drittel aus Mitgliedern des Bundesrates. Der Gemeinsame Ausschuss kann das Grundgesetz nicht ändern.

Buch-Tipp: Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (Gelbe Erläuterungsbücher) ideal für studenten Dieses Kommentar ist einfach voll gelungen! Jarass/Pieroth erklären mit guten Hinweisen auf Rechtsprechungen kurz und effektiv das wichtigste über das GG. Hier stimmt einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis. Es ist das günstigste GG-Kommentar, das ich gefunden habe. Einfach ideal für die eigene Bibliothek zu Hause. Jedoch...

Einschränkung der Grundrechte

Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis (Art. 10 GG) dürfen durch ein Gesetz zu dem Schutz der freiheitlich demokratischen Grundordnung beschränkt werden.

Die Freizügigkeit (Art. 11 GG) darf auf Grundlage eines Gesetzes unter bestimmten Bedingungen eingeschränkt werden.

Buch-Tipp: Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (NomosKommentar) Ein empfehlenswertes Kommentar - guter Preis Als gutes und gründlich aufgebautes Kommentar ist der Seifert/Hömig eine durchaus gelungene Alternative zu den umfangreichen Großkommentaren. Exakt und nicht bis in das kleinste Detail gehend bereitet dieses Buch für jeden Informationssuchenden einen guten Überblick in dem Rahmen seiner ungefähr 850 Seiten....

Wehrpflicht

Mit Artikel 12 a wurde die Wehrpflicht eingeführt und geregelt. Auch die Kriegsdienstverweigerung als Zivildienst wurde ermöglicht.

Buch-Tipp: Grundgesetz leicht gemacht. Das Staats- und Verfassungsrecht der Bundesrepublik Deutschland "Klipp und Klar" Dem Autor ist es durch seine Sprachgewandheit vorzüglich gelungen, auch dem Nicht-Juristen das Grundgesetz verständlich zu machen. Die Beispiele sind nicht mit den üblichen 'Lehrbuchbeispielen' zu vergleichen, wie man sie gemeinhin kennt. Es scheint, als habe der Autor als Jurist die scheinbar kleinen Dinge, die das Leben spannend...

Naturkatastrophen

Bei Naturkatastrophen können nach Artikel 35 neben der Polizei auch der Bundesgrenzschutz und die Bundeswehr eingesetzt werden. Bei Länderübergreifenden Katastrophen kann die Bundesregierung den Ländern Weisungen erteilen.

Buch-Tipp: Grundgesetz. Kommentar Umfassendes Fachwissen zusammengefaßt Wohlwissend, dass der Herausgeber dieses Kommentares (Prof. Dr. Michael Sachs, jetzt Uni Köln) ein Verfassungsrechtsexperte ist und ihm insbesondere die Grundrechte am Herzen liegen, ist es nachvollziehbar, dass er sich - gelungen - bemüht hat, zusammen mit weiteren Experten umfassendes Wissen meist auch in...

siehe auch:

Buch-Tipp: Grundrechte (Springer-Lehrbuch) Die Mutter aller Lehrbücher Es beginnt das zweite Semester. Die erste Vorlesung der Veranstaltung "Staatsrecht II - Grundrechte" läuft, als unser Professor den alles entscheidenden Satz fallen lässt: "Es gibt das Lehrbuch x, dann noch das Lehrbuch y. . . Aber Sie holen sich den Epping!" Diesem Rat war ich in dem Laufe des Semesters mehr als einmal...

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